Facharztausbildung an der LWL-Klinik Lengerich / Weiterbildung
Fundierte Ausbildung an einem hoch differenzierten Fachkrankenhaus
Unsere LWL-Klinik Lengerich verfügt über therapeutische Angebote für alle psychiatrischen, psychotherapeutischen und neurologischen Krankheitsbilder.
Wir verfolgen konsequent eine humane und lernoffene Orientierung.
An der LWL-Klinik Lengerich bieten wir die qualifizierte und fundierte Ausbildung für Fachärztinnen und Fachärzte an. Wir verfügen über die vollen Weiterbildungsermächtigungen für
- den Facharzt und die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
- den Facharzt und die Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
- und für die Zusatzbezeichnung Geriatrie
Durch kontinuierliche Anpassung und Integration neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in unserem klinischen Alltag und in unseren Strukturen haben wir fachlich differenzierte Schwerpunkte entwickelt, die das Gesamtspektrum optimal abdecken und diesem gerecht werden. Es liegen somit ideale Voraussetzungen und umfassende klinische Möglichkeiten vor, um eine fundierte Facharztausbildung an unserer LWL-Klinik Lengerich zu absolvieren.
Wir pflegen traditionell eine starke Vernetzung und sehr gute Zusammenarbeit mit allen regionalen Anbietern von Hilfsangeboten für psychisch kranke Menschen. Dieses Anliegen war und ist uns sehr wichtig und prägt unser Selbstverständnis.
Interessierten angehenden Ärztinnen und Ärzten an einer Facharztausbildung in unserem Haus bieten wir für ihr Studium eine finanzielle Unterstützung im Rahmen unseres Stipendienprogramms.
Sie bekommen in einem strukturierten Weiterbildungscurriculum optimale Voraussetzungen, um eine hoch qualitative Facharzt-Ausbildung zu erlangen.
Darüber hinaus werden alle Weiterbildungsbausteine der Verhaltenstherapie - insbesondere sind hier die Selbsterfahrung und die Entspannungsverfahren zu nennen - aber auch alle Bausteine der Tiefenpsychologie angeboten.
Ihre Facharztweiterbildung Psychiatrie und Psychotherapie
Wir bieten Ihnen ein inspirierendes und professionelles Arbeitsumfeld, in dem Sie sich kontinuierlich fachlich und persönlich weiterentwickeln können. Hochwertige Patientenversorgung, fundierte Weiterbildung und attraktive Arbeitsbedingungen bilden dabei die Grundlage für eine erfolgreiche Facharztqualifikation.
Das erwartet Sie bei uns – auf einen Blick
- Fachlich anspruchsvolle Tätigkeit mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten in einem engagierten und wertschätzenden multiprofessionellen Team
- Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen aus dem gesamten Spektrum psychischer, psychosomatischer und neuropsychiatrischer Störungen unter Einsatz moderner diagnostischer und therapeutischer Verfahren
- Volle Weiterbildungsermächtigung Psychiatrie und Psychotherapie einschließlich des neurologischen Weiterbildungsjahres innerhalb unserer Klinik
- Weiterbildungsangebot für verhaltenstherapeutische und psychodynamisch tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapieverfahren
- Kostenübernahme sämtlicher Weiterbildungsinhalte zum Erwerb der Facharztanerkennung, finanzielle Förderung von Zusatzqualifikationen sowie fünf Tage Freistellung pro Jahr für externe Fortbildungen
- Flexible Arbeitszeitmodelle mit Gleitzeit, qualifikationsgerechte Vergütung nach TV-Ärzte VKA, betriebliche Zusatzversorgung sowie die Leistungen des öffentlichen Dienstes
- Attraktiver Klinikstandort zwischen den Universitätsstädten Münster und Osnabrück
Facharzt/Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
500 Euro monatlich für angehende Ärztinnen und Ärzte FÄ/FA für Psychiatrie
und FÄ/FA für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Für Medizinstudierende bieten wir ein attraktives Stipendienprogramm an:
Wir unterstützen Sie monatlich ab dem Physikum maximal drei Jahre lang mit 500 Euro.
Dafür sind Sie bereit, mindestens dieselbe Anzahl an zuvor unterstützten Monaten in der LWL-Klinik Lengerich als Assistenzärztin/Assistenzarzt zu arbeiten.
Das Stipendium muss dann nicht zurückgezahlt werden!
Sie bleiben durch das Stipendium auf jeden Fall flexibel: Denn falls Sie sich nach dem Studium für ein anderes Fach, einen anderen Arbeitgeber oder eine andere Region entscheiden: nur dann zahlen Sie das Stipendium zinslos und in Raten an uns zurück.
Multiprofessionelles Fortbildungszentrum im ärztlich-therapeutischen Bereich
Die Betriebsleitung hat sich 2020 für die Etablierung eines Multiprofessionellen Fortbildungszentrums (MFZ) an der LWL-Klinik Lengerich entschieden.
Das Multiprofessionelle Fortbildungszentrum soll eine kontinuierliche Qualifizierung von Mitarbeiter:innen der multiprofessionellen Behandlungsteams gewährleisten.
Das MFZ hat die Aufgabe, die grundsätzlichen Mitglieder unserer Behandlungsteams zu befähigen, eine leitlinienkonforme Behandlung umzusetzen.
Entspannungsverfahren
Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
An der LWL-Klinik Lengerich bieten wir unter der Leitung von Dr. Christoph Theiling im Bereich "Facharztweiterbildung Psychotherapie" unter anderem die Bausteine "Entspannungsverfahren Autogenes Training" und "Entspannungsverfahren Progressive Muskelentspannung" an.
Entspannungsverfahren
Dr. Theiling ist weiterbildungsbefugt für die Facharztbezeichnung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie für die Zusatzbezeichung Psychotherapie. Er ist regelmäßig tätig im Bereich Entspannungsverfahren für Ärztinnen und Ärzte sowie als Supervisor im Bereich psychodynamischer Psychotherapie.
Die Kurse "Autogenes Training" sowie "Progressive Muskelentspannung nach Jacobson" richten sich an Ärztinnen und Ärzte, die in ihrer Facharztausbildung bzw. Fort-/Weiterbildung Kenntnisse in einem Entspannungsverfahren erwerben wollen.
Die beiden Kurse werden in zweitägigen Blöcken - jeweils freitags und samstags von 8:30 bis 16:00 Uhr - angeboten.
Konzept
In erster Linie wird ein ärztlicher-psychotherapeutischer Schwerpunkt verfolgt: Stress, psychosoziale Belastungen und Sorgen führen (bei Ärzten und Patienten), oft ohne dass wir es merken, zu einer erhöhten Anspannung und zu Schmerzen. Halten solche Zustände ständiger Anspannung längere Zeit an, können sie Erschöpfungs-depressionen, Ängste und chronische Schmerzen hervorrufen. Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung (PME) sind in diesen Fällen besonders wirksame Entspannungsverfahren.
Weiterbildungsprogramm in der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Inhalte des 1. Weiterbildungs-Jahres
- Wesentliche Gesetze und Richtlinien, insbesondere hinsichtlich Patientenrechte, Behandlung, Unterbringung und Betreuung psychisch Kranker
- Psychosomatische und psychotherapeutische Untersuchungen einschließlich psychopathologischer Befunde und deren standardisierter Erfassung
- Psychosomatisch-psychotherapeutische Gesprächsführung und Beziehungsgestaltung zur Klärung psychosomatischer Interaktionen sowie zum Aufbau eines psychosozialen Krankheitsverständnisses und von Therapiemotivation
- Dokumentierte Untersuchungen im psychodynamischen/verhaltenstherapeutischen Verfahren, z.B. psychodynamisches Erstinterview, tiefenpsychologisch-biographische Anamnese, strukturierte Interviews einschließlich Testdiagnostik
- Indikations- und Differentialindikationsstellung zur Psychotherapie, Somatotherapie, Soziotherapie, Kunst-, Musik und Bewegungstherapie sowie sensomotorischen Übungsbehandlungen einschließlich Krankenhausbehandlung und Rehabilitation
- Wissenschaftlich anerkannte Psychotherapieverfahren und -methoden, insbesondere psychodynamisch/tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie und systemische Therapie
- Konzepte der Psychoedukation und der supportiven, imaginativen, ressourcenorientierten, achtsamkeitsbasierten und nonverbalen psychosomatisch-psychotherapeutischen Behandlungen
- Störungsorientierte Methoden und Techniken bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Erkrankungen (z.B. DBT) sowie Spezialtherapien
- Psychopharmakotherapie und Risiken des Arzneimittelgebrauches. Mitbehandlung im interdisziplinären Team bei somatischen Erkrankungen/Störungen, die einer psychosomatischen und psychotherapeutischen Behandlung bedürfen
- Krisenintervention bei Suizidalität, Traumafolgestörungen, akuten Belastungsreaktionen, akuten Angststörungen, psychotischen Zuständen, Dissoziationen
- Hygiene; notwendige Laboruntersuchungen
Inhalte des 2. Weiterbildungs-Jahres
- Behandlungen unter Supervision im anerkannten Psychotherapieverfahren (durchgängig):
- Einzelpsychotherapien von 30 bis 100 Stunden pro Behandlungsfall einschließlich Bericht an den Gutachter
- Kurzzeitpsychotherapien von 5 bis 25 Stunden pro Behandlungsfall
- Indikationsstellung zur psychosomatischen Rehabilitation und Differentialindikation zur psychiatrischen Rehabilitation
- Befunderstellung für Rehabilitationsanträge
- Wissenschaftlich begründete Gutachtenerstellung
- Krankheitslehre und Diagnostik
- Entspannungstechniken, z.B. autogenes Training, progressive Muskelentspannung
- Psychosomatisch-supportive und psychoedukative Therapien bei somatisch Erkrankten
- Therapie von Essstörungen
Inhalte des 3. Weiterbildungs-Jahres
- Fortführung Behandlung unter Supervision und Gutachtenerstellung
- Verhaltensauffälligkeiten und psychosomatische Störungen im Kindes- und Jugendalter
- Verhalten bei nicht-stoffgebundenen und stoffgebundenen Süchten
- Psychotraumatherapien mit Anwendung von traumaspezifischen Techniken, z.B. Eye Movement Desensitization und Reprocessing (EMDR)
- Behandlung schwerer Persönlichkeitsstörungen und sexueller Störungen
- Paar und Familientherapie
Inhalte des 4. Weiterbildungs-Jahres
- Fortführung Behandlung unter Supervision
- Gutachtenerstellung
- Psychotraumatherapien
- Weiterführung und Abschluss der durchgängigen Inhalte
- Besondere psychosomatische Fragestellungen (Transgender, bariatrische OP, Transplantation)
- E-Health Angebote
- OPD
Durchgängige Inhalte ab dem 1. Weiterbildungs-Jahr
- Balintgruppenarbeit (extern geleitet)
- Selbsterfahrung zur Stärkung personaler und Beziehungskompetenzen im tiefenpsychologisch/verhaltenstherapeutischer Verfahren in Einzel- und Gruppenselbsterfahrung (extern geleitet)
- 120 Stunden Theorie in Krankheitslehre und Diagnostik
- 120 Stunden Theorie in Behandlungslehre
- Psychosomatische und psychotherapeutische Behandlungen einschließlich traumabedingter und sexueller Störungen mit besonderer Gewichtung der psychosomatischen Symptomatik unter Einschluss der Anleitung zur Bewältigung somatischer und psychosomatischer Störungen und Erkrankungen und der multimodalen psychosomatisch-psychotherapeutischen Komplexbehandlung und der multimodalen Therapie im stationären Setting in dokumentierten Fällen.
- Gruppenpsychotherapie von mindestens 200 Stunden
- Jährliche Weiterbildungsgespräche
Weiterbildungsermächtigter:
Dr. med. C. Theiling
Chefarzt
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Vertretung:
Dr. med. S. Ridder
Oberärztin
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Fortbildungsprogramm 2026
Fortbildungsprogramm 2026
Download: Fortbildungsprogramm 2026 (PDF nicht barrierefrei)
Alle Fort- und Weiterbildungen sind bei der unabhängigen Registrierungsstelle „Registrierung beruflich Pflegender“ (Berlin) zentral erfasst.
Ebenso entsprechen alle Angebote den LWLcert-Qualitätskriterien der LWL-akamentis, der Akademie des PsychiatrieVerbundes Westfalen.
Die Veranstaltungen finden Sie auch unter:
www.lwl-akamentis.de